Ulrich Palmer schließt die Lücke

Barmstedter Zeitung vom 9.6.2012

Am morgigen Sonntag stellt sich Ulrich Palmer als neuer Pastor der Christus-Kirchengemeinde Hohenfelde-Hörnerkirchen offiziell vor. Der Gottesdienst in der Hörnerkirchener Kirche beginnt um 15 Uhr. Mit dabei sein wird auch Propst Thomas Bergemann. Bereits vor Wochenfrist hat Palmer einen Gottesdienst in Hohenfelde geleitet. „Das ging alles ganz schnell“, erzählt Palmer. Der 52-Jährige ist gerade erst in das frisch renovierte Pastorat in Hörnerkirchen eingezogen, und steckt doch schon mitten drin im neuen beruflichen Lebensabschnitt.

„Wir sind sehr glücklich, dass Pastor Palmer hier bei uns ist“, versichert der Kirchenvorstandsvorsitzende Sönke Mier. Palmer betreute zuletzt noch eine Gemeinde in der Nähe von Güstrow samt vier Kirchen und rund 500 Gemeindegliedern. In Hörnerkirchen und Hohenfelde wird er von rund 3200 Gemeindegliedern erwartet. „Das ist schon etwas anderes, auch strukturell“, so Palmer. An seiner alten Wirkungsstätte habe es nicht einmal eine Gemeindesekretärin gegeben, in der Christusgemeinde könne er auf einen deutlich größeren Mitarbeiterstamm zurück greifen.

Große Veränderungen sind in der Christusgemeinde nicht geplant – vorerst zumindest. Angedacht sind Gottesdienste in Altenheimen und Kindergärten. Vor weiteren Neuerungen möchte sich Palmer erst einmal mit dem Ist-Zustand vertraut machen. Der Vater von drei erwachsenen Kindern hat mit seiner Frau bereist per Rad die Gegend erkundet. „Ich bin dankbar und glücklich, dass ich hier sein kann“, fasst der Pastor seine ersten Eindrücke zusammen. In Palmers Pass ist schon die neue Heimat vermerkt.

Lediglich Auto und Motorrad müssten noch umgemeldet werden. Aufgewachsen ist Palmer in Wismar, die Studienjahre verbrachte er in Rostock. Seine ersten beruflichen Schritte fielen in die Zeit des Mauerfalls. Nachdem auch der Umzug erledigt ist, wird sich der neue Pastor schon bald um das Innenleben seiner neuen Gemeinde kümmern müssen. „Wir werden demnächst einen Zukunftsplan vorstellen“, kündigt Kirchenvorstand Mier an. Unumstritten sei, dass die Kirchen in Hörnerkirchen und Hohenfelde beide erhalten bleiben sollen.

Auch Konfirmationsunterricht, Taufen und Hochzeiten würden weiterhin in beiden Orten angeboten. Ausgeschrieben bleibe weiterhin die unbesetzte halbe Pastorenstelle. „Dafür liegt bislang aber keine offizielle Bewerbung vor“, verrät Mier. Die Entscheidung über die Vergabe treffe ohnehin nicht der Kirchenvorstand, sondern der Bischof. Man muss kein Hellseher sein, um vorauszusagen, dass Ulrich Palmer zumindest auf absehbare Zeit „seine“ neue Gemeinde im Alleingang betreuen wird.

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